IMMOFINANZ und IMMOEAST werden – die Zustimmung der Aktionäre bei den für 23. Juli (IMMOFINANZ) bzw. 25. Juli (IMMOEAST) angesetzten a.o. Hauptversammlungen vorausgesetzt – nach dem Kauf der Immobiliensparte der Constantia Privatbank neben ihrem Kerngeschäft, der Investition in Immobilien, Immobilienbeteiligungen und Immobilienunternehmen, ein zweites starkes Standbein im Bereich Immobiliendienstleistungen besitzen. Die IMMOFINANZ-Gruppe wird damit zu einem integrierten Immobilienunternehmen mit einer Unternehmens- und Ertragsstruktur, die es deutlich von den anderen großen, börsenotierten Immobilienunternehmen in Europa unterscheidet.
Die zum Immobilienbereich der Constantia Privatbank zählenden Unternehmen bzw. Abteilungen werden in eine neue Gesellschaft abgespalten. Die „I&I Real Estate Asset Management AG“ (I&I) wird damit zu einer Schwestergesellschaft der Constantia Privatbank und die beiden Gesellschaften werden im Zuge des derzeit laufenden Verkaufsprozesses getrennt veräußert werden.
Die Kaufpreise wurden auf Basis eines Bewertungsgutachtens von Ernst & Young, eines der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsunternehmen, vereinbart. Für die Bewertung des Managementvertrags wurde nur die fixe Managementgebühr angesetzt, die erfolgsabhängige Performance Fee, die in den nächsten Jahren anfallen hätte können, wurde nicht berücksichtigt.
Da der zur I&I gehörende Geschäftsbereich Immobilien-Asset-Management auch die Managementverträge für IMMOFINANZ und IMMOEAST umfasst, kommt es durch den Kauf auch zu der beabsichtigten Internalisierung des Managements und die aus den Managementverträgen resultierenden Erträge fließen künftig zur Gänze an IMMOFINANZ und IMMOEAST zurück.
Der Kaufpreis für den jeweiligen Managementvertrag beträgt für die IMMOFINANZ 146 Mio. Euro, für die IMMOEAST 219 Mio. Euro. Er ist damit für beiden Gesellschaften knapp 4,2 mal so hoch wie die für das Geschäftsjahr 2007/08 angefallenen Managementgebühren von 87 Mio. Euro. Die Anteile von IMMOFINANZ und IMMOEAST an der gemeinsamen Tochter I&I entsprechen dem Verhältnis der Größe der Immobilienportfolios der beiden Gesellschaften. Daher entfallen auf die IMMOFINANZ 40 Prozent und auf die IMMOEAST 60 Prozent.
Diese Kaufpreise liegen deutlich niedriger als in den vergangenen Wochen in den Medien kolportiert und in den Analysen diverser Investmentbanken erwartet bzw. als gerechtfertigt bezeichnet wurden. Auch im Vergleich mit den Kosten der Internalisierung des Managements anderer Immobilienunternehmen sind die Kaufpreise äußerst moderat.
Der Kaufpreis für die Immobilientöchter und die anderen Immobilienaktivitäten der Constantia Privatbank beträgt 75 Mio. Euro. Davon entfallen 30 Mio. Euro auf die IMMOFINANZ und 45 Mio. Euro auf die IMMOEAST.
Den Kaufpreisen stehen hohe, unmittelbar wirksam werdende Einsparungs- und Gewinnpotenziale gegenüber. So wird das EBITDA der IMMOFINANZ im ersten vollen Geschäftsjahr nach Übernahme der Immobiliensparte der Constantia Privatbank um 80 Mio. bis 100 Mio. Euro höher ausfallen. Der Gewinn je Aktie steigt durch diese Transaktion um 0,11 bis 0,14 Euro, der Cash Flow je Aktie um 0,17 bis 0,20 Euro. Bei der IMMOEAST wird der Gewinn je Akte um 0,06 bis 0,07 Euro steigen, der Cash Flow je Aktie um 0,10 bis 0,12 Euro
Zudem ist die Tendenz bei den Gewinnen des Immobilienbereichs stark steigend, in den kommenden Jahren sollten daher daraus noch deutlich höhere Erträge erzielt werden können.
„Für IMMOFINANZ und IMMOEAST bedeutet der Kauf des profitablen und wachstumsstarken Immobiliengeschäfts der Constantia Privatbank eine einmalige Chance“, unterstreicht Karl Petrikovics, Generaldirektor von IMMOFINANZ und IMMOEAST. „Als einziges großes europäisches Immobilienunternehmen haben wir damit eine geschlossene Wertschöpfungskette, die alle Teilbereiche des Immobiliengeschäfts umfasst.“
Herzstück der Geschäftstätigkeit bleibt aber das Immobilien-Asset-Management, das sogar bedeutend ausgebaut wird: Die I&I wird eine Asset-Management-Plattform für IMMOFINANZ und IMMOEAST, aber darüber hinaus auch für offene Immobilienfonds, Vorsorgewohnungen, Hausherrenmodelle, geschlossene Immobilienfonds, etc. bilden. Die anderen Immobiliendienstleistungen werden im wesentlichen von früheren Tochtergesellschaften der Constantia Privatbank erbracht (CPB Immobilientreuhand: Immobilienvermittlung und Immobilienbewertung; IMV Immobilienverwaltung und Management: Hausverwaltung; CPB Immobilien KAG: Immobilienfonds; Constantia Immobilien Development und CREDO: Immobilienentwicklung).
Die I&I wird rund 600 Mitarbeiter haben.
„Immobiliendienstleistungen werden damit zu einem wichtigen Ertragsbringer“, betont Petrikovics. „Die IMMOFINANZ-Gruppe wird wesentlich ertragsstärker und die Honorare aus dem Dienstleistungsgeschäft werden auch zu einer Stabilisierung der Performance beitragen.“
Umgekehrt werden auch die Unternehmen der I&I von der Eingliederung in die IMMOFINANZ-Gruppe profitieren. Die starke finanzielle Basis sowie die langjährigen Kontakte von IMMOFINANZ und IMMOEAST zu potenziellen Kunden eröffnen wiederum den verschiedenen Immobiliendienstleistern der Gruppe neue Wachstumsmöglichkeiten. Dabei stehen die Märkte in Zentral-, Ost- und Südosteuropa sowie in Russland und der Ukraine im Mittelpunkt des Interesses. Als einzige Gruppe in der gesamten Region werden IMMOEAST und IMMOFINANZ künftig alle Bereiche des Immobiliengeschäfts abdecken können. „Die teilweise noch unbefriedigende Qualität der Immobiliendienstleistungen in der Region macht die IMMOFINANZ-Gruppe, die alle Bereiche selbst abdecken kann, beispielsweise als Fondsmanager besonders attraktiv“, so Petrikovics. |